Die Theater-AG der Chiemsee-Realschule spielt sich in die Herzen der Zuschauer

„Nachspielzeit“ – Passend zum Einzug der Damen ins Fußball-WM-Finale handelt das diesjährige Theaterstück der Chiemsee-Realschule von einem Mädchen-Fußball Team.

Reges Treiben herrscht am Dienstag, den 26. Juli 2022, hinter der Bühne in der Aula der Chiemsee-Realschule. Kinder werden geschminkt, Kostüme angezogen, Requisiten aufgebaut und vorbereitet sowie letzte Technikvorkehrungen getroffen. „Ich bin wahnsinnig aufgeregt, fühle mich aber trotzdem gut. Wir schaffen das schon!“, lautet die einhellige Meinung der jungen Schauspieler. Währenddessen füllt sich der Zuschauerraum bis auf den letzten Platz.

Nach den letzten beiden pandemiegeprägten Schuljahren konnte die Theater-AG endlich wieder ein Theaterstück aufführen. Die zehn fleißigen Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Jahrgangsstufe arbeiteten seit September gemeinsam daran, ein Bühnenwerk auf die Beine zu stellen. Die Proben beschränkten sich hierbei nicht nur auf die gewöhnlichen Donnerstag-Nachmittage, an welchen das Wahlfach stattfindet. Auch an den letzten Wochenenden sowie an sechs Tagen vor der Aufführung wurden kontinuierlich von morgens bis abends Szenen einstudiert, überarbeitet und verbessert. Dabei nahm sogar ein externer Theaterspieler aus Hamburg an den Proben teil, um dem Stück den letzten Feinschliff zu verpassen. Dies war auch zwingend notwendig, nachdem bis Mai lediglich mit Maske und Abstandsregelung geprobt werden konnte, was die Teilnehmer vor immense Herausforderungen stellte.

Ganz im Sinne des klassischen Theaters von Aristoteles handelt es sich bei dem Bühnenstück um ein geschlossenes Drama, welches die „Einheit von Ort, Handlung und Zeit“ befolgt. Das bedeutet, dass Zeitsprünge, Ortsveränderungen und Nebenhandlungen ausgeschlossen sind. Eine Schulmannschaft, deren Mitglieder nicht unterschiedlicher sein könnten, wird bei einem Fußballspiel mit 1 : 9 vernichtend geschlagen. Am absoluten Tiefpunkt angelangt, werden sie auch noch von der Co-Trainerin Karo (Hannah Worlitzer) in der Umkleide eingesperrt. Und als wäre das nicht genug, taucht plötzlich ein seltsamer Putzmann namens Peter (Johannes Bielmeier) auf, der ihnen das Leben bestimmt nicht leichter macht. Sie sind kein Team und keine nimmt freiwillig an dieser Sport-AG der Schule teil. Alexandra (Mariella Weber) wurde von der Theater-AG „strafversetzt“. Tabea (Marlene Pfaffinger) wollte mal nicht der Hockey-Star sein, der sie sonst überall ist, Max (Elise Farooq), der einzige Junge, ist wegen Tabea hier und Hanna (Anna-Lena Brunner) wegen Elisabeth (Anna-Sofia Bachmaier). Claudia (Anna Burmann) will ihrem kranken Freund beweisen, dass sie ihn liebt, Mia (Mathilde Marseille) hat sich einfach nur vertan und Anja (Anna Hamberger) versteckt sich vor ihrem Bruder Peter. Als Karo schließlich wiederkommt und sie rauslassen möchte, haben die sieben Mädels und eine Typ ordentlich ausgeteilt sowie eingesteckt und den „Team-Geist“ je auf ihre eigene Weise doch noch gefunden.

„Obwohl die Vorlage zum Stück erst ein paar Jahre alt ist, mussten wir viele Textstellen umschreiben, um sie an unsere Theatergruppe anzupassen. Jugendsprache wandelt sich nunmal wahnsinnig schnell“, erklärt Simone Röhrl, die Leiterin der Theater-AG. „Es ist unglaublich, mit wie viel Engagement, Fleiß und Eigeninitiative die Schülerinnen und Schüler bei der Sache waren. Ich bin unfassbar stolz auf meine jungen Schauspielerinnen und Schauspieler!“

Doch auch ohne die tatkräftige Hilfe weiterer Personen und Schüler wäre das Projekt wohl nicht umsetzbar gewesen. Benjamin Schmid hat die Theater-AG bei den Proben unterstützt und auch hinter der Bühne den Überblick bewahrt. Johanna Weber sowie Paula Kotiers haben bei der Erstellung der Requisiten tatkräftig mitgewirkt, während Philipp Matousek mit einigen Schülern die Lichttechnik übernahm. Eine echte Überraschung bereitete die ehemalige Schülerin und Teilnehmerin der Theater-AG, Hannah Weaver, die wie selbstverständlich den Schauspielern ein professionelles Make-Up zauberte. Zahlreiche weitere ehemalige Schülerinnen und Schüler ließen es sich nicht nehmen, als Zuschauer an ihre alte Schule zurückzukehren: „Es ist einfach immer wieder schön, hier zu sein.“

In der Pause des 80-minütigen Stückes konnten sich alle Gäste am Buffet, welches die Klasse 7C mit Hilfe des Elternbeirates gezaubert hatte, stärken. Susanne Wagner, Sigrun Schuster und Manuela Burmann unterstützten die Schülerinnen und Schüler zusätzlich mit einem Getränkeverkauf, dessen Erlös dankenswerterweise der Theater-AG zugutekommt.

Um 19 Uhr beginnt das Stück in der Aula der Chiemsee-Realschule. Gebannt lauscht das Publikum dem umfangreichen sowie teilweise durchaus auch provokativem Text, den die Schauspieler auswendig zu lernen hatten. Am Ende wird die harte Arbeit belohnt: Tosender Applaus schallt den Darstellern, die ähnlich wie ihre Rollen im Laufe des Jahres zu einem echten Team geworden sind, entgegen.

Simone Röhrl

Besuch des Tutorenseminars

Am 4. Juli reisten zwanzig unserer Achtklässler gemeinsam mit Herrn Hoffmann und Frau Richthammer nach Oberaudorf an den schönen Luegsteinsee, um dort im malerisch gelegenen Jugendbildungshaus ihr Handwerk als Tutor genauer kennen zu lernen.

Die Gruppe fand sich durch die angeleiteten Kennenlernspiele schnell zusammen, wodurch eine zielgerichtete Arbeit möglich war. In verschiedenen Gruppenarbeitsphasen und Projekten lernten die angehenden Tutoren auf spielerische Art und Weise, was es bedeutet, im Team zu arbeiten, eine Gruppe zu leiten und durch Motivation und sinnvoll eingesetzte Spiele bei Laune zu halten. Nach dem harten Tageswerk folgte am Abend bei Lagerfeuer, Musik und Billiard der gemütliche Teil.

Am zweiten Tag schließlich konnten einige Ideen und deren Planung und Durchführung besprochen werden. Die Kinder freuten sich am Ende der Tage sehr darauf, ihre Projekte mit den Fünftklässlern umzusetzen.

Das Projekt wird unterstützt und gefördert vom KJR Rosenheim und über den Bayerischen Jugendring aus Mitteln zur Umsetzung des Kinder- und Jugendprogramms der Bayerischen Staatsregierung.

Ein besonderer Dank gilt Claudia Kreutzer, welche diese Tage für uns seit Jahren mit großem Engagement organisiert und durchführt.

(Benjamin Hoffmann / Miriam Richthammer)

Die Schülerinnen und Schüler der Chiemsee-Realschule setzen ein Zeichen!

Abschlussklassen besuchen die Gedenkstätte des Konzentrationslager Dachau

Coronabedingt war die Exkursion zuerst verschoben, dann auf unbestimmte Zeit abgesagt worden. Nun endlich konnten die 10a und die 10b am 23.05.22 diese so wichtige Erfahrung des Besuchs eines ehemaligen Konzentrationslagers machen. Aufgeregt, dass man überhaupt wieder eine Fahrt unternehmen kann, stiegen die beiden Klassen in den Bus. Angekommen am Jourhaus, dem Eingangsbereich der Gedenkstätte wich die freudige Stimmung einer Ernsthaftigkeit und Bedrücktheit. Nach einer 2-Stündigen Begehung des Geländes inklusive einer Führung waren sich die Schüler einig, um wieviel klarer sie nun die Zeit des Nationalsozialismus und die Verbrechen dieser Zeit einordnen können.

„Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht. “ (Max Mannheimer 1920-2016, Holocaust-Überlebender)

Besuch der Ordenswerke Haus Schwarzenberg in Bad Feilnbach

Drei Suchtkranke besuchten zusammen mit ihrer Therapeutin Frau Bettina Neumayr am 20. Mai 2022 die Klasse 7a für zwei Schulstunden.

Die Ordenswerke wie das Haus Schwarzenberg in Bad Feilnbach nehmen Suchtkranke nach einer richterlichen Einweisung oder Entzug im Krankenhaus auf, um sie zu therapieren und wieder ins eigenständige Leben ohne die Drogen zu führen. Die Therapeuten arbeiten mit den Bewohnern an Strategien, wie die Ursachen und Trigger der Abhängigkeit vermieden werden können. Ein Teil der Therapie stellt das öffentliche Sprechen über ihre Abhängigkeit dar, weshalb die Ordenswerke gerne auch mit Schulen zusammenarbeiten.

Dabei berichteten die Besucher vom Leben in der Einrichtung, den strengen Regeln dort, deren Arbeit im Haushalt und mit Tieren. Was am meisten beeindruckte war die Offenheit, mit der die Besucher über ihr Leben mit der Droge gesprochen haben.

Der intime und bewegende Einblick in solch ein Leben bleibt sicherlich hängen und wir bedanken uns für die vielen Fragen, die so offenherzig und mit Fachwissen beantwortet wurden.

Besuch im Landtag der Klasse 10b

Am 18.5.2022 ging es für die 10b nach coronabedingter Zwangspause endlich mal wieder auf Klassenfahrt ins weit entfernte … München. Es stand ein Besuch im Landtag an, um der staubigen Theorie über Parlament, Abgeordnete, Ausschüsse und Gesetze ein wenig Leben einzuhauchen.

Nachdem die Zeit beim Gang vom Ostbahnhof zum Maximilianeum noch genutzt wurde, um auf einige architektonische Highlights hinzuweisen, ging es im Maximilianeum selbst mit einer Führung durch die altehrwürdigen Hallen weiter, bei der wir den historischen Bau näher kennenlernen durften.

Aber wir waren ja auf Landtagsbesuch, um etwas über die politische Praxis zu erfahren. Einen Einblick in diese bekamen wir in der Sitzung des Ausschusses für Eingaben und Beschwerden, bei der wir hautnah miterleben konnten, mit welchen Problemen sich die Bürger an die Politik wenden und wie über diese im Ausschuss bestimmt wird.

Unser Programm ging danach im Plenarsaal weiter, wo wir die Chance hatten, mit fünf

Abgeordneten von verschiedenen Parteien über unterschiedlichste Dinge wie Schul- oder Arbeitspolitik zu diskutieren und lebensnah gezeigt bekamen, dass Politik von verschiedenen Meinungen und Kompromissbereitschaft lebt.

Abgeschlossen wurde unser Besuch mit einem Mittagessen (von vielen als der beste Programmpunkt bezeichnet), bei dem uns dann der Ministerpräsident persönlich guten Appetit gewünscht hat. Da hat das Schnitzel gleich nochmal so gut geschmeckt.

Danach ging es über einen architektonisch weniger schönen Weg zurück zum Ostbahnhof und letztlich nach Prien, wo dann die Klassenfahrt beendet war.

Wir holen die Welt in unser Klassenzimmer!


Zuerst reisen wir in den Westen….

…und zwar nach Lateinamerika! Dank der Fotografien und Geschichten der Weltenbummlerin Lara P. aus Bamberg, konnten die achten Klassen einen hervorragenden Eindruck von diesem Kulturerdteil gewinnen. Zunächst berichtete sie uns, wie es dazu kam, dass sie nach ihrer Ausbildung und ihrem Studium beschloss zu reisen, anstatt direkt in die Berufswelt einzusteigen. Ihre Bucket List, die sie im Teenager-Alter geschrieben hatte, animierte sie, diesen Schritt zu wagen, denn darauf stand unter anderem auch, eine Weltreise. Neben vielen anderen Ländern, die sie durchquerte, befand sie sich für mehrere Monate in Lateinamerika.

Sie teilte mit uns ihre Erlebnisse aus Kolumbien, Ecuador, den Galapagos-Inseln und dem tropischen Regenwald sowie die Uyuni-Salzwüste in Peru.

Wir erfuhren dabei auch, wie man Schokolade selbst herstellen kann oder dass man Kochbananen probieren sollte. Zudem berichtete sie über die kolumbianischen Favelas und von dem dortigen Kampf gegen den Drogenkrieg. Wir sahen Fotos von der wunderschönen Tierwelt auf den Galapagos-Inseln oder der mühseligen Reise über den Amazonas. Zum Schluss gab uns Lara noch einige Anregungen für unsere Zukunft mit, die diesen Artikel abrunden sollen: „Schreibe eine Bucket List. / Träume groß./ Sei mutig. Trau dich. / Sei dankbar. / Wenn du wirklich willst, kannst du die Welt verändern.“

….. und einige Wochen später in den Osten!

 

Im Lehrplan der achten Jahrgangsstufe wird im Geographieunterricht das größte Land der Erde, nämlich Russland, behandelt. Natürlich haben wir im Unterricht viel gelesen, diskutiert und kurze Filme angesehen, um Russland möglichst gut kennen zu lernen. Besonders schön war es jedoch, dass wir unsere ehemalige Lehrkraft Frau Striffler, die im Sommer 2021 mit ihrer Familie nach Moskau gezogen ist und nun dort an einer Schule unterrichtet, live aus Moskau in unser Klassenzimmer schalten konnten. Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem dortigen Schulsystem, den Menschen vor Ort, der russischen Sprache, dem Klima und dem Alltagsleben waren mitreißend! Спасибо!

Deutsch-Französischer Tag 2022

Nach einem Jahr Coronapause heißt es wieder Crêpesbacken für den guten Zweck. Da sich sowohl die Schüler als auch die Lehrer der Chiemsee Realschule am 22. Januar 2021 im „homeschooling“ befanden, ist es umso schöner den Deutsch-Französischen Tag im Jahr 2022 wieder gebührend vor Ort feiern zu können.

Dieses Jahr fällt der 22. Januar auf einen Samstag, daher holen wir die Feierlichkeiten eben am 25. Januar nach.

Der Deutsch-Französische Tag findet traditionell an zahlreichen Schulen aller Schularten in Bayern am Jahrestag des Élysée-Vertrages statt. Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet.

Seit nun mehr acht Jahren werden an der Chiemsee-Realschule Crêpes für den guten Zweck gebacken, zuerst noch in den Containern, wo wir unsere Küche provisorisch in einem der Klassenzimmer aufgebaut haben, nunmehr seit einigen Jahren in der Schulküche.

Unser Ziel auch dieses Jahr: genug Crêpes zu verkaufen, um nicht nur möglichst viele Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrerinnen und Lehrer mit dieser französischen Leckerei zu verwöhnen und an das langjährige Bestehen der Deutsch-Französischen Freundschaft zu erinnern, sondern vor allem das Geld für ein Jahr Patenschaft zu verdienen, damit wir unser Patenkind Bakary und seine Familie in Mali für ein weiteres Jahr unterstützen können.

Und es hat geklappt!

Danke an die fleißigen Helfer, allen voran unsere EG-Lehrerin Petra Müller, die sich sofort bereit erklärt hat, im Rahmen ihres Unterrichts mit den Klassen 7a und 7b die gesamte Schulfamilie zu verköstigen. Danke auch an die Klassen 7c und 8c für die Organisation des Crêpesverkaufs und vor allem an die Kolleginnen und Kollegen, die es ein weiteres Jahr ermöglicht haben, dass die Klassen kurz aus ihrem Unterricht verschwinden, um mit einem verführerisch duftenden Crêpe wiederzukommen, der dann genüsslich verspeist wird.

Cornelia Förster

Handeln statt nur Reden

Im Rahmen des Lehrplanthemas „Afrika – Wir engagieren uns für ein Entwicklungshilfeprojekt“ im Geografieunterricht, haben die SchülerInnen der siebten Jahrgangsstufe ihr Engagement bewiesen und fleißig Kuchen gebacken. Diese wurden in der ZFU an alle Schulklassen verteilt.

Der Erlös von insgesamt 300,00 Euro wurde für die Welthungerhilfe gespendet, um dem  Hunger in Afrika entgegenzuwirken.

Ich bedanke mich von Herzen bei allen Beteiligten! Es ist schön zu sehen, dass wir gemeinsam etwas Großes bewirken können!

Yulia Tuchina

Johanniter Weihnachtstrucker

Die Päckchen gehen an sechs Zielländer mit tausenden Empfängerinnen und Empfängern.

Darunter befinden sich sozial schwache und kinderreiche Familien, hilfsbedürftige Kinder in Schulen und Waisenheimen, Jugendliche mit Behinderung, notleidende Senioren oder Besucher der Armenküchen. All diesen Menschen kommen die Päckchen der Johanniter „Weihnachtstrucker“ zugute.

57.721 Päckchen hat die Aktion „Weihnachtstrucker“ der Johanniter im Jahr 2020 gesammelt. Auch die Schulfamilie der Chiemsee-Realschule hat dazu beigetragen.

Auch 2021 nahmen wir wieder an dieser großartigen, humanitären Aktion teil.

Wie in den Jahren zuvor wurden im November und Dezember fleißig insgesamt 76 Pakete für arme Menschen in Osteuropa, aber auch für viele Menschen in Deutschland, die von der Corona-Pandemie wirtschaftlich hart getroffen wurden, gepackt und am 16. Dezember an die Helfer der Johanniter- Weihnachtstrucker übergeben.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben!

Cornelia Förster

Wir erkunden unseren Schulort Prien – Ortsbegehung der 5. Klassen

Viel Interessantes über ihren neuen Schulort Prien durften die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe bei einer Ortsbegehung erfahren. Frau Schömmer vom Tourismusverband begleitete uns dabei durch einen der ältesten Ortsteile Priens und klärte anschaulich über die Geschichte Priens auf. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel, warum in dem Wappen Priens ein zerbrochenes Rad, ein Schwert und ein Falke abgebildet sind. Während die ersten beiden Symbole als Attribute der heiligen Katherina, der Schutzheiligen von Prien, anzusehen sind, geht der Falke auf die Gründer von Prien, die Falkensteiner, zurück.

Auch allgemeine Zahlen und Fakten wurden an ausgewählten Standorten genannt, wie etwa, dass der Kirchturm Priens das Wahrzeichen der Stadt ist. Betrachtet man die stattliche Höhe des Turms von 73 Metern, so fällt auf, dass er genauso hoch wie der Chiemsee tief ist.

Der Ort selbst besteht aus 36 Ortsteilen und hat aktuell 11.000 Einwohner. Das heutige Trautersdorf ist als Siedlung für das Frühmittelalter nachweisbar, Prien selbst wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts als Verwaltungsort der Grafen von Falkenstein gegründet. Neben Trautersdorf stellt das Gries ebenfalls einen der ältesten Ortsteile dar. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Handwerkerviertel im Mittelalter, wo noch einige denkmalgeschützte Zunfthäuser erhalten sind. Vor dem ehemaligen Gerichtshaus berichtete Frau Schömmer, dass sich dort der Kerker befand, in welchem die Gefangenen aufgrund der niedrigen Raumhöhe nur sitzen konnten. Sie erklärte in diesem Zusammenhang die alte Redewendung „man sitzt im Gefängnis“ als Synonym für einen Gefängnisaufenthalt und brachte dadurch ein Staunen in die Gesichter der Kinder.

Die Tour endete in der Mariä- Himmelfahrtskirche. Mit Suchspielen hielt Frau Schömmer das Interesse der Schülerinnen und Schülern aufrecht, die anhand der Bilder und Initialen unter anderem erfuhren, dass Johann Zimmermann, ein berühmter Stuckateur und Maler, die Deckenfresken von 1738–1740 unter Mithilfe zweier seiner Söhne gestaltete.

Es war eine kurzweilige und sehr informative Tour, nach der die Schülerinnen und Schüler zukünftig ihren neuen Schulort sicher mit anderen Augen wahrnehmen werden! An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Frau Schömmer!

Anna Bauregger

Wo wohnst denn du?

Die SchülerInnen der Klasse 5a und 5c haben im Fach Geografie wundervoll gestaltete und kreative Plakate zu ihrem Wohnort erstellt! Dabei achteten sie auf die Verortung in Bayern, die Erwähnung wichtiger Fakten und Sehenswürdigkeiten, sowie die Beschreibung ihres persönlichen Highlights an ihrem Wohnort. Alle Plakate wurden bei einem Gallery Walk betrachtet. Einige der schönsten Plakate, wollten wir Ihnen nicht vorenthalten!
Yulia Tuchina

Lernen mit allen Sinnen

Wie funktioniert ein artesischer Brunnen?

Diese Frage stellten sich die Schüler der Klasse 8a. Sie erstellten über die Sommerferien ein Modell eines artesischen Brunnens, welcher laut Lehrplan der 7. Jahrgangsstufe passend zum Themenblock „Afrika – das Leben in einer Oase“ eingeführt wird. Um jedoch nicht nur in der Theorie zu erfahren, wie aus solch einem Brunnen Wasser gewonnen wird, sondern dies auch eigenständig zu erfahren, setzten die Schüler ihre handwerklichen Fähigkeiten ein. Sie erstellten ganz unterschiedliche Modelle, die jedoch alle zum Ergebnis haben, dass das Wasser aufgrund von Überdruck aufsteigt.  Die Modelle können sich sehen lassen!

Yulia Tuchina

À l’amitié!

Alljährlich feiern Deutschland und Frankreich am 22.Januar die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages und damit das Bekenntnis zur Freundschaft zwischen den beiden Nationen.

Auch unsere SchülerInnen der siebten und achten Jahrgangsstufe haben an diesem Tag durch die Teilnahme am Teamwettbewerb des Cornelsen-Verlages und des Institut français eine abwechslungsreiche Französischstunde erlebt. Sie beantworteten in Kleingruppen online Fragen zu unterschiedlichen Themenbereichen, wie z.B. Sport, Ernährung, Musik, Arbeitswelt, Wissenschaft oder Wirtschaft in Frankreich.

Die Klasse 7c konnte insgesamt 71 Punkte, und die Klasse 8c 67 Punkte erreichen. Leider reichte es nicht für das Siegertreppchen. Dennoch haben die SchülerInnen ihre Hör- und Leseverstehenskompetenz sowie ihre Medienkompetenz unter Beweis gestellt. Außerdem erwarben sie soziokulturelle Kenntnisse über die Frankophonie und die deutsch-französischen Beziehungen und lernten eigenständig im Team zu arbeiten sowie sich dabei ihre Zeit einzuteilen.                    Yulia Tuchina

Eine Reise entlang der Seidenstraße

Im Fach Geografie unternimmt man immer wieder Fantasiereisen in fremde Länder und Kulturen.

Am schönsten ist es jedoch, wenn man einen Reisebericht und die Erfahrungen des Reisenden aus erster Hand hören und nacherleben kann.

So hatten die 7.Jahrgangsstufen das Glück am 24.03.2021 einen Vortrag von Herrn Oliver Kleine, einen Diplomaten, der bereits viele Länder gesehen hat, samt von ihm gemachter Fotografien zu bestaunen. Er berichtete uns von seiner Reise entlang der Seidenstraße, die einst die wichtigste Handelsroute von Europa nach Asien war.

Schnell hatte er die SchülerInnen mit spannenden Geschichten über die Seidenspinnerraupe, die Verständigung ohne eine gemeinsame Sprache oder die Unterschiede in Bezug auf das kulinarische Essen begeistert.

Wir danken vielmals für diese lebendige und abwechslungsreiche Geografiestunde, die trotz virtuellem Zusammentreffen möglich war!

Yulia Tuchina